Die Wichtigkeit von feedback

Ich kann mich noch gut erinnern wie ich mich gefühlt habe, als ich meine erste fanfiction zu „Harry Potter“, nämlich „Harry Potter und das Herz der Dunkelheit“ auf fanfiction.net hochgeladen habe. Damals habe ich regelrecht gezittert, weil ich Angst hatte, dass niemand sie lesen würde, geschweige denn mir einen Kommentar schreiben würde. Für mich war es damals immer das absolute highlight des Tages, wenn ich feedback bekoauf_anderen_seiten_2017_09mmen habe. Einfach weil mir das Schreiben so wichtig ist und es schlimm für mich gewesen wäre zu sehen, dass ich es nicht schaffe, jemanden für meine Geschichten zu interessieren.

Auch heute noch bin ich aufgeregt, wenn ich eine Geschichte oder ein neues Kapitel hochlade und ich denke jeder, der selbst schreibt kann das nachvollziehen. Ob nun professionell oder als Hobby, das feedback der Leser ist eins der Dinge, die einen antreibt und einem Mut macht. Heute sehe ich die Sache allerdings etwas differenzierter, denn ich sehe, dass es nicht nur an der Qualität einer Geschichte oder eben auch eines Romans liegt, wieviel Reaktionen man darauf bekommt. Generell ist positives feedback zwar schon ein gutes Qualitätsmerkmal, aber ich habe auch schon Geschichten gelesen, die mich unheimlich angesprochen haben und die kaum Reviews, Kommentare, Kudos, Likes, oder wie es auch immer auf der jeweiligen Seite heißt, bekommen haben. Genauso gibt es natürlich Romane, um die es einen großen Hype gibt und über die jeder spricht und Andere, die kaum jemand bemerkt, die aber mindestens genauso gut sind.

Bei kommerzieller Literatur liegt es oft daran wieviel Werbung für welches Buch gemacht wird. Bei fanfiction gibt es gewisse Themen oder pairings, die quasi ein Garant dafür sind, dass man zumindest viele Leser bekommt. Andere hingegen werden automatisch deutlich weniger Beachtung finden. Da ich mich bei dem was ich schreibe möglichst wenig davon leiten lassen will, was Andere lesen wollen, sondern es mir wichtig ist, meine eigenen Geschichten zu schreiben, die mir etwas bedeuten, habe ich eingesehen, dass ich mich auch von dem Wunsch nach Lob mehr lösen muss.

Trotzdem will ich absolut nicht leugnen, dass mir ein Kommentar zu meinen Geschichten, besonders wenn er sogar noch ausführlich ist und wirklich darauf eingeht, was dem Leser an der Geschichte gefallen hat, mir den ganzen Tag versüßt. Dabei muss ich sagen, dass ich auch schon immer Kritik zu meinen Geschichten dankbar angekommen habe und mir das die Lust am Schreiben nicht verleidet, ganz im Gegenteil. Natürlich ist es erfreulich, wenn Kritik konstruktiv formuliert ist und einem zeigt, dass es dem Leser wirklich wichtig ist, Verbesserungsvorschläge zu machen. Das ist meiner Meinung nach fast das Wichtigste, was ein Autor von einem Leser bekommen kann.

Mir ist also absolut bewusst, wie wichtig feedback für einen Schreiber ist. Man sollte dann also denken, dass ich selbst natürlich immer feedback gebe, wenn ich eine Geschichte lese, die mir gefällt. Und das versuche ich auch. Wirklich! Es ist glaube ich noch nie vorgekommen, dass ich nicht zumindest den like- button gedrückt habe, wenn mich eine Geschichte begeistern konnte. Leider finde ich das Schreiben von Kommentaren etwas schwieriger, auch wenn ich jemand bin, der das regelmäßig macht. Aber gerade wenn mich eine Geschichte total mitgerissen hat, bin ich nach dem Ende oft erstmal sprachlos und kann gar nicht formulieren, wie sehr sie mir gefallen hat. Nur zu schreiben „Tolle Geschichte, weiter so“, würde mir dann vorkommen wie eine Ohrfeige für den Autor, aber zu mehr bin ich dann oft gar nicht imstande. Oft nehme ich mir dann vor, später noch einmal zu der Geschichte zurück zu kehren und wenn es wirklich vorkommt, dass ich eine Geschichte zum zweiten Mal lese oder aufrufe, habe ich es mir strikt zur Regel gemacht, immer einen Kommentar zu schreiben.

Generell finde ich, dass wir Schreiber uns unbedingt gegenseitig unterstützen sollten. Auch wenn einem nicht die richtigen Worte einfallen, hilft es einem Autor immer zu hören, dass seine Geschichten jemandem gefallen haben. Gerade Schreiber von fanfiction bekommen ja von außen keinerlei andere Anerkennung, da niemand für ihre Geschichten bezahlt. Ich habe auch festgestellt, dass es immer eine Hilfe ist, wenn jemand mir kurz schreibt, welche Szenen ihr besonders gut gefallen haben oder im Gedächtnis geblieben sind. Dazu braucht es keine überschwänglichen Formulierungen.

Ich nehme mir auf jeden Fall vor, noch häufiger Kommentare und Reviews zu schreiben.

Wie sieht es bei dir aus? Schreibst du auch und ist dir feedback wichtig? Gibst du regelmäßig Kommentare oder verfasst sogar Reviews zu Büchern und Geschichten? Lass es mich gerne wissen

2 thoughts on “Die Wichtigkeit von feedback

  1. Hallo Tasha (richtig? Musste mich etwas durchwühlen zu deinem Namen :)),

    ich kann dir nur zustimmen: Feedback ist gut und wichtig und zwar aus beiden Richtungen; Lob braucht man als positive Motivation und Kritik um sich zu verbessern, deshalb freue ich mich immer über beides und versuche auch beides zu geben, wo es gefragt ist. Mit fanfiction kenne ich mich ehrlicherweise nicht so aus, aber ich bin sicher, dass da das gleiche gilt wie bei jedem Schreiben: Ohne feedback vereinsamt man als Autor 🙂

    Ganz liebe Grüße und danke für den Artikel, ich hatte beim Lesen viel Freude!
    Myriam

    Liked by 1 person

    1. Hallo Myriam,

      vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Feedback ist vermutlich wirklich das, womit man einem Autor am meisten eine Freude machen kann. 🙂
      Danke fürs Lesen und liebe Grüße,

      Natascha

      Liked by 1 person

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