Schreib oder stirb

Vor einer Weile habe ich ja einen Eintrag dazu verfasst, welche Schreibtipps mich bisher wirklich weitergebracht haben. Was ich dabei aber auch nicht unerwähnt lassen möchte ist die Tatsache, dass es dabei auch ein paar Tipps gab, die mir tatsächlich den Spaß am Schreiben fast eher verleidet haben. Damit das wirklich passiert, bräuchte es wohl deutlich mehr als ein paar Ratschläge, die zu mir nicht passen, aber dennoch möchte ich diesen hier gerne auch ein paar Zeilen widmen und erklären, warum sie für mich so entmutigend waren.

  1. Es sollte immer eine Love story geben

Schon klar, Sex sells und Menschen lesen nunmal schon gerne über Liebesgeschichten seit es das Konzept „Roman“ überhaupt gibt. Schon in den ersten heldensagen spielen Liebesgeschichten deswegen eine zentrale Rolle, auch wenn diese oft kein glückliches Ende fanden. Ich sehe auch ein, dass eine Liebesgeschichte einer GEschichte eine gewisse Würze geben kann. Was mir nur nicht gefällt ist diese Unausweichluchkeit des Ganzes, dass es quasi schon vorprogrammiert ist, dass sich der Held unausweichlich verliebt, sobald ein Charakter des (leider meist) anderen Geschlechts auftaucht und dessen Rolle etwas ausgearbeitet wird. Andere Arten der Beziehung, wie Freundschaft oder gegensietige Faszination ohne dass gleich eine APrtnerschaft dabei herausspringt bleiben dadurch leider oft außen vor. Das finde ich nach wie vor schade.

2Möglichst mitten ins Geschehen springen

Gut, dass man nicht mehr, wie Tolkien es damals gemacht hat seiner Geschichte die genaue Beschreibung einer Kultur vorausgehen lässt, zu der der leser noch gar keinen Bezug aufgebaut hat ist schon klar. Aber das Konzept, dass ein Roman bitte möglichst mit einem Kampf oder einer Actionszene anfangen sollte, gefällt mir überhaupt nicht. Ich möchte bitte die Möglichkeit haben, die Charaktere erst ein wenig kennen zu lernen und das kann gerne auch in ihrem gewöhnlichen Leben passieren. Mir ist das ehrlich gesagt bei Filmen schon oft zu viel, dass man kaum weiß was überhaupt los ist, wenn schon die ersten Autos explodieren,

3. Keine detaillieren Beschreibungen von Wetter und Landschaften

Passt ja ein bisschen zu dem Punkt, den ich eben gerade erwähnt habe. Natürlich sollte man sich bemühen, eine Landschaft nicht so genau zu beschreiben, dass der Leser dabei einschläft, aber mir macht es sowohl Spaß eine genaue Beschreibung eines Gewittersturms zu lesen, wie darüber zu schreiben. Ich liebe es, mir etwas vor meinem inneren Auge genau vorzustellen und da stört es mich auch überhaupt nicht, wenn die Beschreibungen etwas detaillierter ausfallen. Mein Ziel beim Lesen ist es ja gerade, mich in andere Welten zu versetzen und dazu ist es eben nötig, dass der Autor mir auch kommuniziert, was ihm vorschwebt. Außerdem liebe ich Beschreibungen von „schlechtem“ Wetter, also Reden oder Schneestürmen oder ähnlichem. Wenn ein Buch damit beginnt, hat es bei mir sogar größere Chancen weitergelesen zu werden. Ebenso begeistere ich mich für die Beschreibung roher Landschaften, wie Eiswüsten, Moore oder düstere Wälder und Klippen. So etwas würde ich gerne viel mehr lesen und freue mich über Lesetipps von euch!

4. Schreibe jeden Tag

Ich will nicht leugnen, dass das im Grunde ein wirklich guter Tipp ist, der einen extrem weiterbringt, wenn man ihn befolgt. Auf der anderen Seite kann einen dieses Vorhaben aber auch sehr deprimieren, wenn es sich mit der momentanen Lebenssituation nicht vereinbaren lässt und man dadurch ständig das Gefühl hat, zu versagen. Also ist dieser Tipp ein zweischneidiges Schwert, den man mit Vorsicht genießen muss.

Gab es für euch auch Tipps, die eher das Gegenteil bewirkt haben, als euch zum Schreiben motivieren? Lasst es mich gerne wissen!

 

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