Jeder Einfall zählt

Eine ganz wichtige Sache, die ich in der zeit in der ich schreibe gelernt habe ist, dass jeder Einfall den man hat einen irgendwann weiterbringen kann. Ganz oft passt das, was einem gerade so in den Kopf kommt nicht zu einer Geschichte, an der man gerade schreibt, aber das heißt auf keinen Fall, dass man die Idee verwerfen oder ihr keine Beachtung schenken sollte.aas_2018_august01

Es gibt Zeiten in meinem Leben, in denen ich versucht habe mich einzuschränken und mich lediglich auf das zu konzentrieren, was ich gerade geschrieben habe, um damit voran zu kommen. Ich habe auch in vielen Schreibratgebern gelesen, dass es wichtig ist, ehr viel über die Geschichte nachzudenken, an der man gerade arbeitet, dass sie einen im Grunde Tag und Nacht begleiten sollte.

Zum Glück habe ich schnell festgestellt, dass mich persönlich diese Art zu arbeiten sehr einschränkt, denn manchmal drängen sich eben Ideen in den Vordergrund, die vielleicht ganz konträr zu der Geschichte sind, an der ich gerade arbeite. Inzwischen bin ich dazu übergegangen mir da völlig freien Lauf zu lassen und alles zuzulassen wohin meine Gedanken gerade wandern wollen. Ich habe auch angefangen, selbst ganz knappe Ideen für eine Geschichte, sei es ein plot, ein Charakter oder gar die Beschreibung eines settings möglichst schnell aufzuschreiben. Auf meinem PC habe ich mittlerweile sehr viele Kurzideen für Geschichten gespeichert, zusammen mit ein paar möglichen Anfängen. Ich gucke sie immer mal wieder durch und hin und wieder verwende ich tatsächlich etwas davon oder ich schreibe eine Geschichte und sehe dann beim Durchgucken, dass ich die Idee früher schonmal hatte.

Für eine Geschichte, die ich irgendwann einmal schreiben möchte, habe ich schon ein Dokument, auf dem ich die Charaktere mit Namen, Eigenschaften und Hintergrundgeschichte notiert habe, auch wenn sich daran immer mal wieder etwas ändert. Wenn ich unterwegs bin, nehme ich fast immer ein Noitzbuch mit, in das ich Ideen notiere. Viele meiner Geschichten entstehen auf diese Art über einen sehr langen Zeitraum hinweg, so habe ich zum Beispiel einen Teil von „Der 13 Prinz“, der Geschichte, die ich gerade editiere schon 2006 geschrieben und diesen dann in die Geschichte eingebaut, als tatsächlich damit angefangen habe.

Auch bei fanfiction geht es mir so, dass ich meist sehr viele Ideen habe, was ja klar ist, da ich fanfiction zu den Gebieten schreibe, die mich ohnehin gerade interessieren. Also finde ich dort natürlich auch sehr viel Inspiration. Sogar neben meinem Bett habe ich ein Notizheft liegen, weil ich mich immer ärgere, wenn mir vor dem Einschlafen noch etwas einfällt, an das ich mich dann beim Aufwachen nicht mehr erinnern kann.

Und selbstverständlich kommt es auch oft vor, dass mir etwas für die Geschichten einfällt, die ich gerade schreibe. Einige meiner besten Sätze sind nicht entstanden, wenn ich vor dem PC saß, sondern beim Autofahren oder Einkaufen.

Was ich dabei wirklich wichtig finde ist, dass man jede Art von Einfall zunächst mal als relevant ansehen und ihm Raum geben sollte, sich zu entwickeln. Für mich erzählt das Schreiben und Ausdenken von Geschichten nun mal nicht linear, sondern entwickelt sich oft eher wie eine Erinnerung, als würden einem nach und nach Bruchstücke von einem Ereignis einfallen. Und manche dieser Ereignisse wachsen eben zu Geschichten heran.

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