Winter is leaving

Der Titel des Posts soll nicht nur eine Anspielung auf „Game of Thrones“ sein, obwohl die letzte Staffel gerade angelaufen ist. Angeblich war gestern auch der letzte wirklich kalte Tag hier in Deutschland und ich muss sagen ich hoffe, dass es stimmt. Der Winter ist eigentlich eine Jahreszeit, die ich mag, aber mir ist auch bewusst, dass sich der Februar für mich immer sehr lange hinzieht und dass ich den ersten warmen Tagen entgegenfiebere nachdem ich es so lange schafft habe. aas_2017_garten03

Für das Schreiben ist der Winter für mich allerdings schon seit Jahren ein guter Monat. So auch in diesem Jahr. In meinem letzten post ging es ja darum, dass ich eine eher wenig kreative Phase hatte, geprägt von Müdigkeit und mangelnder Inspiration, aber das hat sich dieses Mal zum Glück relativ schnell wieder verändert. Seit ich den Tipp befolge einfach gegen ein Kreatief anzuschreiben, überwinde ich diese Phasen tatsächlich deutlich schneller.

Diesen gesamten Winter habe ich an einer Kylux fanfiction geschrieben, deren Thema „mentale Gesundheit“ mir auch selbst sehr am Herzen liegt. „A Winter’s Tale“, das ich auf Archive of our own veröffentlich habe. Mit dieser fanfiction bin ich wirklich zufrieden. Ich finde, dass es mir gut gelungen ist das Thema darzustellen und die Charaktere glaubhaft wirken zu lassen. Ganz besonders wichtig war mir in dieser ff auch der Ort, in dem sie spielt, ein schottisches Herrenhaus im tiefsten Winter, wie der Titel schon vermuten lässt. Ich habe hier wirklich wieder einmal gemerkt, wie viel es mir gibt, in einem setting zu schreiben, das mir gefällt.

Außerdem habe ich in diesem Winter auch endlich meinen Roman „Der 13. Prinz“ zu Ende editiert, was mir wirklich schwer gefallen ist. Ich bin mir in diesem Fall nicht ganz sicher, wie ich inzwischen zu dem Roman stehe, den ich 2013 zu schreiben angefangen habe. Er gefällt mir noch immer, aber würde ich jetzt anfangen, ihn zu schreiben, würde ich ihn mit Sicherheit anders ausbauen und vermutlich auch andere Charaktere die Hauptrollen spielen lassen. Ich bin erst nach diesem Schreibprozess mehr und mehr darauf gekommen, dass die Besetzung, die wir in den meisten Büchern und Filmen haben, extrem heterogen ist, dass es noch immer vergleichsweise wenig Charaktere mit anderen Hautfarben gibt als weiß oder mit einer nicht heterosexuellen Orientierung.

Wie extrem wichtig mir das persönlich ist, ein breiteres Spektrum an Menschen in meinen Romanen abzubilden ist mir erst in den letzten Jahren wirklich bewusst geworden. Nicht, dass es für mich in meinem Leben keine Rolle gespielt hätte, aber der Wunsch mehr davon auch in Geschichten einfließen zu lassen hat sich erst nach und nach herauskristallisiert. Auch dass es noch immer ein enormes Übergewicht an männnlichen Helden gibt, stört mich mittlerweile sehr, was natürlich nicht heißen soll, dass Männer oder Jungen in Romanen keine Rolle mehr spielen sollten. Ich finde nur, es könnte etwas ausgeglichener sein.

Im Moment bin ich mir also unsicher, ob ich den Roman überhaupt veröffentlichen sollte, sei es als self-published novel oder einfach auf fanfiktion.de. In meinen fanfictions bin ich natürlich deutlicher weiter, zumindest was die Darstellung von sexueller Orientierung angeht und es fühlt sich fast ein wenig an wie ein Rückschritt. Allerdings fände ich es natürlich auch schade, wenn eine Geschichte, an der ich so lange gearbeitet habe und die mir am Herzen liegt, niemand lesen kann. Was das angeht ringe ich also zurzeit mit mir. Ich würde es gerne schaffen, die Art von Repräsentation, die mir wichtig ist in einem Roman abzubilden und denke im Moment auch darüber nach, wie das am besten gelingen kann.

Außerdem möchte ich unbedingt eine Finnpoe (Finn/Poe Dameron) fanfiction schreiben, das ich finde, dass dieses wundervolle pairing im Star Wars fandom ziemlich von Kylo und Hux in die Ecke gedrängt wurde, in deren Interaktion man in den Filmen ja sehr viel weniger eine Beziehung hineininterpretieren kann.

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