Der größte Fehler

Ich glaube der größte Fehler, den man beim Schreiben machen kann ist, wenn man für Andere schreibt und nicht für sich selbst. Also wenn man mehr darüber nachdenkt was Andere vielleicht gerne lesen möchten, als die Geschichte aufzuschreiben, die man in sich trägt. Natürlich habe ich da auch wieder leicht reden, da ich Hobby-Autor bin und es für mich nicht darum geht, Geld zu verdienen, also möchte ich betonen, dass ich auch hier wieder aus meiner persönlichen Sicht schreibe.

person holding brown leaf

Für mich ist es so, dass mir nichts schneller das Schreiben verleiden würde, als wenn ich gezwungen wäre zu einem bestimmten Thema zu schreiben und bestimmte Dinge in meinen Geschichten unterzubringen. Möglich, dass es manchen Autoren da anders geht und so etwas eher als Herausforderung oder Inspiration gesehen wird. Mich persönlich engen oft schon Vorgaben für Ausschreibungen zu sehr ein, was wiederum ein großer Nachteil für mich ist.

Ich habe auch das Gefühl, dass die meisten Bücher, die mich wirklich berühren, weder irgendwelchen Trends folgen, noch von Autoren geschrieben wurden, die sich selbst beim Schreiben einengen, sondern genau im Gegenteil. Mich fasziniert es, wenn ich das Gefühl habe, dass ein Auto gegen alle zurzeit gängigen Konzeptionen schreibt und etwas Neues ausprobiert. So ging es mir zum Beispiel erst letztens bei Miku-Sophie Kühmels Roman „Kintsugi“. Auch bei Kafka und Haruki Murakami kann ich mir nicht vorstellen, dass sie darüber nachgedacht haben, was ihr Publikum lesen möchte.

Und da sehe ich dann wiederum ein Problem, das ich habe, dass ich nämlich doch noch sehr oft darüber nachdenke, wie etwas das ich schreibe auf den Leser wirkt und dann sehr oft das Gefühl habe, dass es vermutlich komplett unverständlich, langweilig oder unnötig kompliziert ist. Und ich sage ja auch nicht, dass man solche Gedanken nicht auch zulassen sollte. Natürlich sollte man das eigene Werk auch kritisch betrachten. Aber dennoch stehe zumindest ich meiner eigenen Kreativität dann auch gerne mal im Wege. Ich schreibe um des Schreibens willen, als gäbe es keinen Grund mich immer wieder selbst zu zensieren. Und es war auch schon öfter so, dass ich Geschichten, die gar nicht gut ankamen, mir selbst so gut gefielen, dass ich sie gerade besonders gerne weiter schrieb. Meistens sind das sogar die, die mir besonders am Herzen liegen.

Ich persönlich möchte meinen Stil ach verbessern, oder erst einmal finden. D

river between orange leaves

arum hole ich mir sehr gerne Hilfe, lese Ratgeber oder spreche mit Testlesern. Aber beim Prozess des Schreibens selbst würde ich es begrüßen, wenn ich mir etwas weniger selbst im Wege stehen könnte. Hier also die Aufforderung an mich selbst, einfach mal zur Seite zu treten und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Wie geht es euch? Kritisiert ihr euch oft selbst beim Schreiben? Oder gehört das nicht zu euren Problemen?

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