Ein Blick voraus

Auch wenn gute Vorsätze ja bekanntlich überschätzt werden, ist für mich ein Jahreswechsel immer eine gute Gelegenheit über die eigenen Prioritäten zu reflektieren und darüber nachzudenken, was man im nächsten Jahr verändern oder erreichen möchte. Natürlich bietet sich im Grunde genommen jeder andere Zeitpunkt im Jahr genauso dafür an, aber bei mir ist es so, dass ich in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr meist angenehm viel Zeit zum Nachdenken habe und auch ein bisschen zu mir komme.

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Wichtigster Punkt für mich und ja auch derjenige, an dem ich sowieso schon lange arbeite, ist nicht mehr so viel darüber nachzugrübeln, wie gut ich schreibe, oder mich dadurch zumindest nicht vom Schreiben abhalten zu lassen. Das hat bei mir leider wenig mit dem versuch zu tun, mich zu verbessern, was ja absolut positiv wäre, sondern ich stehe mir dabei eigentlich nur selbst im Weg und nehme mir den Spaß. Das wäre dann auch der zweite wichtige Punkt: So viel Spaß wie möglich beim Schreiben zu haben und zu bewahren, denn das ist e nun man, was es für mich ist: nicht nur mein liebstes Hobby, sondern auch eine Zuflucht und etwas, das mein Leben insgesamt schöner macht. Und das soll auch so bleiben.

Dennoch habe ich im neuen Jahr auch ein paar Ziele, die darüber hinausgehen. Und zwar steht jetzt auch mein Entschluss fest, weiter zu versuchen eine meiner Geschichten zu veröffentlichen. Und dazu gehört es nunmal, die Manuskripte an weitere Verlage, beziehungsweise im Fall von „Schweigen ist ein dunkler Ort“ an Agenturen zu versenden. Im ersten Quartal möchte ich drei Literaturagenturen mein Manuskript anbieten. Und es geht mir dabei noch immer nicht darum, schnell Erfolg zu haben. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob überhaupt realistische Chancen für mich bestehen, denn es kann gut sein, dass meine Manuskripte gar keine Leserschaft finden würden, die groß genug wäre, um eine Veröffentlichung für einen Verlag rentabel zu machen. Dennoch ist das ein Schritt, den ich mich entschlossen habe zu gehen und den ich auch weiterverfolgen werde. Auch weitere Manuskripte, die ich fertigstelle, werde ich Verlagen oder Agenturen anbieten. Da ich zum Glück gemerkt habe, dass meine Motivation sich dadurch erhöht, selbst wenn keine Reaktionen kommen, habe ich ja auch nichts zu verlieren.

Außerdem werde ich natürlich an meinem neuen Roman mit dem Arbeitstitel „A kind of magic“ weiterschreiben, den ich auf Englisch verfasse. Es würde mich auch sehr freuen ihn in diesem Jahr fertigzustellen oder zumindest sehr weit damit zu kommen. Bisher habe ich knapp über 30.000 Wörter geschrieben und bin zufrieden mit dem Verlauf der Geschichte. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass ich sehr nah an dem dran bin, was ich wirklich sagen/schreiben möchte und das bedeutet mir sehr viel.

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Photo by Pixabay on Pexels.com

Fanfiction ist für mich im Moment ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite macht es mir Spaß, bekannte Werke umzudeuten und mit Lesern und anderen Autoren einen eigenen Kosmos zu erschaffen und mich umzutauschen. Auf der anderen Seite habe ich immer mehr das Gefühl, dass durch fanfiction Werke eine neue Dimension bekommen, oft mit einer sehr viel größeren Diversität in der sich ganz neue Zuschauer- und Lesergruppen angesprochen fühlen, während sich in den großen Werken wenig verändert. Es fühlt sich manchmal so an, als würde man Werke öffnen und sie weiteren Gruppen zugänglich machen, die es eigentlich nicht wirklich verdient haben, diese Art von Beachtung zu bekommen. Weil in ihnen selbst eigentlich keine oder so gut wie keine Repräsentation stattfindet. Es kann also sein, dass ich mich 2020 weniger auf fanfiction konzentrieren werde. Was aber nicht heißt, dass ich damit aufhöre. Dafür bedeutet mir diese Art des Schreibens zu viel und hat mich zu sehr vorangebracht.

Neben dem Schreiben habe ich mir vorgenommen 2020 mehr Ausflüge und Wanderungen zu machen, was ja meine größte Inspiration ist. Dafür muss ich gar nicht weit weg. Ich liebe es einfach immer mehr in der Natur zu sein, sie um mich herum wahrzunehmen und mich dabei in meinen Gedanken zu verlieren. Diese beiden Hobbies ergänzen sich einfach optimal.

Es würde mich sehr interessieren zu hören, ob ihr euch etwas für 2020 vorgenommen habt. Oder haltet ihr nichts von Vorsätzen?

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