Strange Times

Es ist wirklich seltsam, wie sich die Welt um uns herum innerhalb weniger Tage verändert hat. Ich kann jetzt kaum noch glauben, dass ich vorletzten Freitag, also am 13. März Morgens noch ganz normal zum Unterrichten in die Schule gegangen bin. Da habe ich zwar schon geahnt, dass sich in Kürze etwas ändern wird, aber mir war nicht klar, was für drastische Maßnahmen notwendig sein werden, um die Verbreitung von Covid-19 einzudämmen.

woman sitting on wooden planks
Photo by Keenan Constance on Pexels.com

Und jetzt könnte man fast denken, man lebt in einer anderen Welt. Plötzlich zeigt man seine Zuneigung nicht mehr durch Umarmungen, sondern man hält Abstand. Im Supermarkt gibt es  nicht mehr alles ohne Einschränkungen zu kaufen, was vor wenigen Wochen noch selbstverständlich war. Fehlte etwas, wurde es umgehend aufgefüllt. Im schlimmsten Fall war es im nächsten Supermarkt erhältlich. Man verlässt seine Wohnung nur noch, wenn es nötig ist: Für Einkäufe, Arztbesuche, oder um allein in der Natur spazieren zu gehen und wichtige frische Luft zu tanken. Gearbeitet wird von Zuhause aus, nur einige, für die Gesellschaft unabdingliche Berufsgruppen nehmen ihre Arbeit weiterhin tapfer auf, viele davon weiterhin ohne angemessene Bezahlung.

Plötzlich wird klar, wie schnell es gehen kann, dass Dinge, die völlig selbstverständlich schienen, sich verändern, dass einem der Boden unter den Füßen schneller weggezogen werden kann, als man denkt.

Ganz persönlich sehe ich diese Krise aber auch als Chance, für mich persönlich und für die Gesellschaft, sich darüber klar zu werden, was wirklich wichtig ist, wer in unserem sozialen System vielleicht mehr finanzielle Anerkennung verdient hat. Ich hoffe, dass diese erzwungene Entschleunigung auch ihr Gutes hat.

Ich versuche positiv zu denken, was im Moment vermutlich das Beste ist, um zu funktionieren, wenn man es muss. Ich bin seit Samstag, dem 14. März zu Hause, wie auch mein Mann und meine Kinder und wir sind gesund. Dafür bin ich dankbar. Meine Eltern wohnen in der Nähe, so dass ich sie unterstützen kann und wir haben einen Garten. Ich denke sehr oft an die Menschen, die noch zur Arbeit gehen oder sich mit Kindern in einer engen Wohnung aufhalten müssen und wünsche ihnen viel Kraft. Genau wie natürlich den Menschen, die einen schweren Verlauf der Infektion durchmachen oder Angehörige haben, denen es so geht.

Ich hoffe, dass wir es schaffen, in dieser Pandemie aufeinander zu achten und füreinander da zu sein, auch wenn das in diesem Fall Abstand halten heißt. Und ich hoffe, dass unsere besten Seiten zum Vorschein kommen und nicht unsere schlechten.

Insgeheim habe ich mich immer ein wenig auf eine mögliche Zombie-Apokalypse vorbereitet habe. Ich habe den “Zombie Survival Guide” gelesen und mit meinem Mann und Freunden Pläne geschmiedet, wie man sich im Fall eines Ausbruchs verhalten könnte. Mit einer Pandemie habe ich allerdings nicht gerechnet.

Was das Schreiben angeht muss ich sagen, dass die neue Situation für mich eher zu einem Mangel an Motivation geführt hat. Das begann allerdings schon bevor die Krise hier wirklich zu spüren war. Seit Februar habe ich das Gefühl, dass mein Kopf so voll von Gedanken ist, dass ich mich weder auf das Schreiben, noch auf das Lesen gut konzentrieren kann. Und das, obwohl es gerade jetzt gut wäre ab und zu in eine andere Welt abzutauchen.

atmosphere blue cloud clouds
Photo by NEOSiAM 2020 on Pexels.com

Immerhin merke ich langsam, dass ich wieder etwas mehr zur Ruhe komme und mich mit der Situation abfinde. (Erstaunlich, wie schnell das doch geht…). Ich denke es ist ein gutes Zeichen, dass ich heute diesen Blogpost schreibe. Außerdem bin ich für die Zeit, in der man sich wann immer möglich zuhause aufhält, einer kleinen privaten Schreibcommunity beigetreten, in der es regelmäßig Schreibaufgaben geben wird, die man sich dann gegenseitig auf discord vorstellen wird. Ich hoffe, dass ich so meinem liebsten Hobby wieder mehr Raum geben kann. Ich habe jetzt schon gemerkt, dass es mich in dieser Zeit aufbaut, mit anderen über das Schreiben und auch über Bücher zu sprechen.

Gestern habe ich auch „Der dreizehnte Prinz“ an einen weiteren kleinen Verlag geschickt. Bisher habe ich eine Standartabsage und eine sehr freundliche persönliche Absage bekommen, die mir wirklich Mut gemacht hat, es weiter zu probieren. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Roman einen Verlag finden wird, aber ich bin mir ganz sicher, dass ich weiter versuchen werde, eine Geschichte bei einem Verlag unterzubringen. Self-publishing schließe ich auch nicht aus und bin auch dabei, mich in diese Richtung zu informieren. Falls jemand gute Lektoren oder Gestalter von Covern empfehlen kann, bin ich sehr dankbar.

Wie geht es euch in dieser Zeit? Falls ihr schreibt, könnt ihr die Zeit dafür nutzen? Habt ihr Ängste oder versucht ihr so optimistisch zu bleiben? Schreibt mir gerne, ich freue mich über jeden Kommentar und wünsche euch alles Gute“

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s